SAI Workshop, Mittwoch 27. Oktober 2021, 13.00 – 18:00 Uhr

INFRASTRUCTURE AS CODE

HINTERGRUND

«Infrastructure-as-Code» (IaC) ist der Prozess der Verwaltung und Bereitstellung von Computer-Rechenzentren über maschinenlesbare Definitionsdateien anstelle physischer Hardwarekonfigurationen oder interaktiver Konfigurationstools.

Mit dem Konzept «Infrastructure-as-Code» werden die Prinzipien der agilen Entwicklung für die Bereitstellung und den Betrieb von IT-Infrastruktur angewandt – mit grossen Vorteilen für Unternehmen. Im Cloud-Zeitalter der IT ist die Bereitstellung und Wartung von Systemen der Software überlassen, Handarbeit ist nicht mehr nötig. Das senkt sowohl Risiken als auch Kosten – und man ist mit neuen Produkten schneller auf dem Markt.

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IAC – SECHSFACH ERKLÄRT

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Die Einführung von IaC ist wie der Übergang von der «Eisenzeit der IT» ins Cloud-Zeitalter.

In der «Eisenzeit der IT» waren Systeme direkt an physische Hardware gebunden. Infrastruktur bereitzustellen und zu warten war Handarbeit. Menschen mussten dafür über Interfaces Befehle eingeben oder sich durch Menüs klicken, um die Maschinen zum Laufen zu bringen. Jede Änderung am Setup bedeutete viel weitere Handarbeit. Das war eine grosse Hürde für Innovationen. Alles musste vorab durchdacht und getestet werden. Aus gutem Grund: Wenn hier Fehler passierten, konnte das teuer werden.

Im Cloud-Zeitalter der IT sind die Systeme von der physischen Hardware losgelöst. Bereitstellung und Wartung wird der Software überlassen, Handarbeit ist nicht mehr nötig. Änderungen sind nun innerhalb von Minuten möglich, oft sind es sogar nur Sekunden. Das senkt das Risiko, die Kosten – und man ist schneller mit neuen Produkten auf dem Markt.

Doch der Weg ins Cloud-Zeitalter passiert nicht einfach so. Es erfordert eine neue Herangehensweise, die zusehends unter dem Fachbegriff «Infrastructure-as-Code» zusammengefasst wird. Er bezeichnet kein spezifisches neues Tool oder ein Set neuer Tools, sondern beschreibt einen Paradigmenwechsel im Management von IT-Infrastruktur. Wer ein System einrichtet, begreift diesen Prozess nun als Programmieren, als Code, den man beliebig duplizieren und versionieren kann.

In der Praxis bedeutet das, dass ein lauffähiges System immer das Ergebnis eines ausführbaren Codes ist. Dieser Code kann dann in der Cloud ausgeführt, dupliziert oder gelöscht werden. Diese Vorgehensweise nutzt das Potenzial der Cloud wie kaum etwas anderes. So können Systeme in kürzester Zeit erstellt und skaliert werden, denn Infrastructure-as-Code ermöglicht:

  • Zentrale Verwaltung des Quellcodes mit Versionierung
  • Hohe Transparenz
  • Automatisiertes Testen der Konfiguration von Servern und virtuellen Maschinen
  • Automatisiertes Testen von Deployments.

Was früher ein manueller Prozess war, läuft nun in grossen Teilen automatisiert und effizient. Mit dem – ohne die Cloud undenkbaren – Konzept IaC kann ein Unternehmen in kürzester Zeit neue Server aufsetzen, Entwicklungszyklen automatisieren und schnell auf neue Business-Anforderungen reagieren.

ZIELSETZUNG

Vor diesem Hintergrund will dieser SITIC Workshop einige Antworten zu den folgenden Schlüsselfragen vermitteln:

  • Was bedeutet «Infrastructure-as-Code» und was bietet dieses Konzept konkret an?
  • Wie fügt sich «Infrastructure-as-Code» in die IT-Architektur ein?
  • Welches sind die grössten Herausforderungen bei der Umsetzung von «Infrastructure-as-Code»?
  • Welche Plattformen gibt es?
  • Wie unterstützen die heutigen Tool-Landschaften «Infrastructure-as-Code»? Wie unterscheiden sich die diversen IaC-Tools im Kern wenn sie für Cloud-Deployments verwendet werden? Welche besonderen Features sind entscheidend?
GASTGEBERIN

BKW Energie AG, Viktoriastrasse 2, Bern

ANREISE

Ab Bahnhof Bern Tram Nr. 9 (Richtung General Guisan Platz) bis Viktoriaplatz.

TEILNEHMENDE

Willkommen sind Business IT Professionals, welche im Unternehmen Aufgaben im Kontext von Enterprise Architecture, IT/Cloud-Architektur oder DevOps wahrnehmen.

MODERATION

Dr. Hans Peter Gisiger, SITIC

AGENDA

13.00 – 13.30
Willkommens-Kaffee

13.30 – 13.45
Eröffnung durch David Reiser, BKW Unternehmensarchitektur und Hans Peter Gisiger, SITIC
Kurze Vorstellungsrunde
Vorstellung der BKW Energie durch David Reiser

13.45 – 14.30
Externe Keynote
Peter Rossi, IBM Schweiz
Infrastructure as Code – Theorie und Tool-Landschaft

Die Keynote befasst sich mit den wichtigsten theoretischen Konzepten von “Infrastructure as Code” und vermittelt einen Überblick über die aktuellen Tool-Landschaften. Beleuchtet werden die heutzutage am häufigsten eingesetzten Tool für On-premise Landschaften sowie bei Public Cloud Providern.

Über Peter Rossi
Seit über 10 Jahren arbeitet Peter Rossi bei IBM Schweiz als Cloud Solution Architekt und ist für alle IBM Private und Public Cloud IaaS und PaaS Lösungen verantwortlich. Davor war Herr Rossi 11 Jahre im Security Umfeld als Presales Engineer und mehr als 10 Jahre als Network Engineer bei verschiedenen Firmen tätig. Seit 2012 unterrichtet er an der Berner Fachhochschule den Architekturteil im Cloud CAS Kurs.
Peter Rossi auf LinkedIn

14.30 – 17.00
Workshops

Die folgenden drei Workshops werden je zweimal abgehalten (d.h. Teilnehmende können an zwei Workshops ihrer Wahl teilnehmen):

1. Cloud Component Management as Code
Lead: Peter Visser, BKW Energie

2. Azure Kubernetes Services
Lead: Daniel Joray, BKW Energie

3. Full Stack Deployment
Lead: Maurice Bachor, BKW Energie

14:30 – 15:30 Workshop 1. Iteration

15:30 – 16:00 Kafeepause

16:00 – 17:00 Workshop 2. Iteration

17.00 – 17.15
Feedbacks, Konklusionen und Abschluss

Ab 17.15
Ausklang und Networking

ANMELDUNG

Eine Anmeldung ist erforderlich via Email an kurt.wehrli@sitic.org

UNKOSTENBEITRAG

Für SITIC-Mitglieder ist die Teilnahme im Rahmen der Jahresmitgliedschaft unentgeltlich.
Nicht-Mitgliedern wird ein Unkostenbeitrag von 375 CHF in Rechnung gestellt.